Projekt „Museum der Arbeit“: Fabriken in München – einst und jetzt Prof. Ludwig Eiber: Das Verschwinden der Bauten der Industriekultur in München. Beispiele in Bildern Do. 5.11.2015, 19.00 Uhr Gewerkschaftshaus, Schwanthalerstr. 64

Projekt „Museum der Arbeit“
„Arbeitswelten“ – virtuell

 

Über die Hälfte der Zeit ihres bewussten Lebens verbringt die meisten Menschen in der Arbeit und auf dem Weg dorthin und zurück. Und selbst die „Freizeit“ ist davon geprägt: Erholung, neue Kräfte gewinnen für die nächste Arbeitswoche. Die Arbeit bestimmt ihr Leben. Dennoch ist dieser Lebensbereich im öffentlichen Leben und Bewusstsein und besonders in den Medien (inklusive Museen) kaum präsent. Die Fabriktore und die Pforten der Verwaltungen schließen das Innenleben vor der Öffentlichkeit ab. Was dahinter vorgeht, wird verborgen gehalten, verdrängt, vergessen.

Im Bereich der öffentlichen Vergangenheitsbewahrung (Archive, Museen, Sammlungen etc.) gibt es kaum Einrichtungen, die sich diesem Bereich des gesellschaftlichen Lebens durch Sammeln widmen. Weder die Erinnerungen an das Arbeitsleben, noch Bildmaterial, Dokumente oder mit der Arbeit verbundene Gegenstände werden systematisch gesammelt.

Ein „Museum der Arbeit“, sei es monumental oder virtuell, muss die Arbeits- und Lebensverhältnisse der arbeitenden Menschen im Blick haben. Das Projekt virtuelles „Museum der Arbeit“ des Archivs der Münchner Arbeiterbewegung sammelt Objekte, Bilder, Dokumente und zeichnet Zeitzeugengespräche auf. Auf der Website des Archivs wird daraus nach und nach ein virtuelles „Museum der Arbeit“ aufgebaut werden. Mitarbeit und Unterstützung erwünscht.