Projekte, Ausstellungen und Veranstaltungen

Alpines Museum

Wie sich Themen und Bestände des Archivs der Münchner Arbeiterbewegung erweitert und die Projektinhalte entwickelt haben, lässt sich an unseren Ausstellungen und Veranstaltungen ablesen. Am Anfang stand die Auseinandersetzung mit der organisierten Münchner Arbeiterbewegung.


  Ausstellungen
Das alte Gewerkschaftshaus in der Pestalozzistraße 40-42. Ein Kapitel aus der kulturellen und politischen Geschichte Münchens (1989/1990)
Am 29. Oktober 1912 war das Gewerkschaftshaus in der Pestalozzistraße bezugsfertig. Alle sozialdemokratisch orientierten Gewerkschaften waren nun unter einem Dach vereint. Anhand vieler Dokumente werden in der Ausstellung die Erfolge, Kämpfe und Niederlagen der Gewerkschaften in der Zeit vor 1933 beschrieben.

Hiebe, Liebe und Proteste - München 1968 (1991)
Ausstellung über die Bewegung von 1968 in München.

Felix Fechenbach 1894-1933, Schriftsteller und Journalist, Revolutionär und Justizopfer, Sozialist und Sekretär von Kurt Eisner, 1933 von den Nazis ermordet (1994)

(M)ein Arbeitsplatz (1994)
Präsentation der Ergebnisse eines Fotowettbewerbs.

"Revolutionäre des Geistes." Illustrierte Zeitschriften, Flugblätter und Publikationen des Deutschen Expressionismus (1996)
Aus der "Sammlung Professor Dr. Kurt Hirche" der Friedrich-Ebert-Stiftung

Rosa Luxemburg. Ein Leben für die sozialistische Idee (1997)

"Jugendbewegung und demokratischer Sozialismus" (Aus der "Sammlung Professor Dr. Kurt Hirche" der Friedrich-Ebert-Stiftung) und die lokale Ergänzung "Wir Kommen!"
Fotos, Druckschriften und anderes zur Münchner Arbeiter-Jugendbewegung der 20er und 30er Jahre (1998)


Expressionismus in Süddeutschland (1999)
Aus der "Sammlung Professor Dr. Kurt Hirche" der Friedrich-Ebert-Stiftung

Freiheit! - Republikanischer Selbstschutz im München der zwanziger und frühen dreißiger Jahre (1998/1999)
Ein überraschender Fund von mehreren hundert Fotos in einem dunklen Keller in München widerspricht dem gängigen Klischee, dass die Arbeiterbewegung vor 1933 in der bayerischen Landeshauptstadt nur eine marginale Rolle gespielt habe. Die Fotos wurden restauriert, datiert und in die historischen Zusammenhänge eingeordnet. Quellen ergänzen die Informationen und lassen neue Interpretationen der Rolle der Arbeiterbewegung in München zu.

Die Münchner ISK-Gruppe (2001/2002)
Virtuelle Ausstellung unter www.isk-muenchen.de

Unter dem geflügelten Rad. Arbeiten und Leben bei der Eisenbahn in München und im südlichen Bayern" (2001)
Mitveranstalter

Der Aufstieg der Linken. Eine politische Expedition von Münchner und Dresdner Bergsteigern in den Kaukasus im Jahr 1932 (2002)
Die Ausstellung zeichnet die Geschichte der "1. Deutschen Arbeiter-Kaukasus-Expedition" nach und belegt sie mit Fotografien der Expeditionsteilnehmer, Reisetagebüchern und Dokumenten. Über die Geschichte der Expedition hinaus gewähren die Objekte Einblicke in die Sowjetunion, den Kaukasus und die dort lebenden Menschen Anfang der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts. Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt mit dem Alpinen Museum des DAV München.


Kurt Eisner
  Veranstaltungen
In unseren Veranstaltungen erzählten Münchner Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter aus ihrem Leben, ging es um Frauen und Persönlichkeiten der Münchner Arbeiterbewegung sowie um Frauen in der Katholischen Arbeiterbewegung, wurden Perspektiven und Entwicklung der Arbeiterbewegung in München nach 1945 und deren Konzepte, Visionen und Utopien für das 21. Jahrhundert behandelt.

Auch die Geschichte der demokratischen Entwicklung des Münchner Schulwesens und der Jugendarbeit nach 1945 in München und Bayern wurde in Gesprächen mit Zeitzeugen und Zeitzeuginnen lebendig. Vergleiche über Arbeitsbedingungen und soziale Lage vor dem Ersten Weltkrieg und heute wurden angestellt und an den Internationalen Frauentag erinnert.

An aktuellen Diskussionen beteiligten wir uns z.B. mit Veranstaltungen zur Zwangsarbeit, erinnerten und gedachten wir mit vielen anderen der "Reichskristallnacht" und Georg Elsers. In einer 10-teiligen Geschichtswerkstatt "Alltag in München im 20. Jahrhundert, 1913-1953" wurde Münchner Geschichte im Zehnjahresrhythmus behandelt. Stalinistische Verfolgung wurde mit Berichten über die Schicksale von Carola Neher, Zenzl Mühsam und Franz Schwarzmüller angesprochen. Die Fememorde in Bayern in den 20er Jahren wurden ebenso wenig ausgespart wie der Umgang des Bayerischen Fernsehens mit der bayerischen Geschichte (Podiumsdiskussion zu den Dokumentarfilmen des Bayerischen Rundfunks über Rätezeit und Revolution in Bayern).


Archiv der Münchner Arbeiterbewegung e.V., Ebenböckstr. 11, 81241 München | Öffnungszeiten: Mo - Do: 10:00 - 18:00*)
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*) nur nach telefonischer Vereinbarung